22.09.2014, von Carola Stenger

Amtshilfe für die Staatsanwaltschaft Essen und das Bundeskriminalamt

Die Staatsanwaltschaft Essen ersuchte den Ortsverband Essen am 22.09.2014 um 17:15 Uhr um Unterstützung im Wege der Amtshilfe....

Die Staatsanwaltschaft Essen ersuchte den Ortsverband Essen am 22.09.2014 um 17:15 Uhr um Unterstützung im Wege der Amtshilfe. Ein Sattelzug war durch das Bundeskriminalamt sichergestellt worden. Es bestand der Verdacht, dass zwischen unverfänglicher Ladung Rauschgift in größeren Mengen versteckt war. Insgesamt 16 Helfer des Technischen Hilfswerks leuchteten die Einsatzstelle mit dem Lichtmastanhänger aus, entluden mittels Gabelstapler von dem Sattelzug 22 Paletten und stellten die darauf verpackten Kartons zur Durchsuchung durch anwesende Beamte des Bundeskriminalamts bereit.

 

Zu dem Einsatz und seinen Hintergründen heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Essen und des Bundeskriminalamtes vom 09.10.2014:

 

„Nach mehrmonatigen Ermittlungen haben Ermittler des Bundeskriminalamtes (BKA) unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Essen am 22. September 2014 ca. 330 Kilogramm Heroin sichergestellt. Hierbei handelt es sich um die größte Einzelmenge Heroin, die jemals in Deutschland beschlagnahmt wurde. Das Rauschgift mit einem überaus hohen Wirkstoffgehalt hat einen geschätzten Straßenhandelspreis von über 50 Millionen Euro und hätte für nahezu 1,3 Millionen Konsumeinheiten ausgereicht. Das Heroin war in einer Lieferung von 23 Tonnen eingelegter Gurken und Knoblauch aus dem Iran versteckt.

 

Die Ermittlungen des BKA richten sich gegen eine syrisch-irakische Tätergruppierung. Sie steht in dem Verdacht, seit Jahren große Mengen Heroin in Gemüselieferungen versteckt nach Westeuropa zu schmuggeln.

 

Bereits im September konnte in Deutschland ein 30 und 35 Jahre altes syrisches Brüderpaar festgenommen werden, beide Geschäftsführer von Firmen, die mutmaßlich Empfänger der Heroinlieferungen waren. Ihnen wird vorgeworfen, maßgeblich an der Organisation der Rauschgifttransporte beteiligt zu sein. Darüber hinaus richten sich die internationalen Ermittlungen gegen weitere Tatbeteiligte im In- und Ausland. Ende September konnte ein niederländischer Staatsangehöriger mit Wohnsitz in Belgien festgenommen und an die deutsche Justiz überstellt werden. Alle Festgenommenen befinden sich derzeit in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen dauern an.

Das sichergestellte Rauschgift wurde durch zwei Helfer mit einem Mannschaftslastwagen (MLW) mit entsprechender Polizeieskorte noch in der Nacht zum Bundeskriminalamt nach Wiesbaden transportiert.

 

 

Anschließend ging es daran, die Kartons mit Gemüse und Knoblauch zum Abtransport durch einen Verwerter in Container zu verpacken.


Die Rechte der verwendeten Bilder liegen beim BKA (www.bka.de)



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